Mit diesen Gadgets wird dein Auto zum Smartcar

Bei Neuwagen sind Schnittstellen fürs Smart­phone meist schon inklusive. Doch auch ältere Autos lassen sich mit wenig Aufwand upgraden.

© iStock I Martin Dimitrov

So schön kann die Verbindung von Smartphone und Auto sein: Du startest den Motor, umgehend erklingt deine Lieblingsmusik aus den Lautsprechern und die Navigation beschreibt während der Fahrt den Streckenverlauf. Und das Schönste: Auch Fahrer älterer Modelle müssen damit nicht erst auf den Neuwagen warten. Mit Apps und Zubehör lässt sich auch ein Gebrauchter in ein modernes Smartcar verwandeln.

Radio umrüsten

Zur Serienausstattung gehören inzwischen Radios mit USB­-Anschluss. Darüber können die Fahrer den Smartphone-­Akku aufladen und Musik oder Navigations-­Anweisungen über die Autolautsprecher hören. Wer mehr will, tauscht das bestehende Radio einfach gegen ein Modell, das die Smartphone-­Funktionen über Android Auto beziehungsweise CarPlay unterstützt. Modelle gibt es beispielsweise von Sony, Alpine, JVC oder Pioneer.

Android Auto ist in das Google­-Betriebssystem integriert und CarPlay in iOS für iPhones von Apple. Das Prinzip ist bei beiden gleich: Sie übertragen nützliche Smartphone­-Apps wie Navigation, Musik und Telefon auf das Radio, sodass der Fahrer die Apps direkt mit einem Fingertippen am Radio­-Display steuern kann oder – wenn vorhanden – über Tasten am Lenkrad des Fahrzeugs.

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Apple CarPlay und Android Auto: Die Systeme ermöglichen die bequeme und sichere Bedienung des Smartphones im Auto

Im Vergleich zu klassischen Navigations- und Unterhaltungssystemen lohnt sich die Smartphone­-Variante aus mehreren Gründen. Da die Karteninformationen die gleichen sind wie bei Google Maps oder Apple Karten, müssen Pläne nicht wie bei Navigationsgeräten üblich gegen Bezahlung aktualisiert werden.

Über die Mobilfunkverbindung lädt das System außerdem automatisch Stau- und Wetterinformationen. Und wenn du dir ein neues Smartphone zulegst, kannst du es ohne Umstellung im Auto weiterverwenden, vorausgesetzt, es handelt sich um ein iPhone 5 oder neuer mit mindestens iOS 9 oder ein Smartphone mit Android 5.0 „Lollipop“ oder neuer.

Je nach Automodell benötigst du außerdem noch einen Doppel­-DIN-­Rahmen, in den das neue Radio eingeschoben wird. Wichtig: Die Verkabelung muss abhängig vom Automodell unterschiedlich angeschlossen werden, beispielsweise um das Radio bei ausgeschaltetem Auto mit Dauerstrom für den internen Speicher zu versorgen. Im Zweifel lass  den Einbau von einer Kfz­-Werkstatt vornehmen.

Fahrdatenauswertung

© PACE Telematics GmbH

Wenn dein Fahrzeug eine OBD2­-Schnittstelle („On Board Diagnose“) hat – diese befindet sich meist versteckt im Fußraum vor dem Fahrersitz –, kannst du dir eine Art Bordcomputer einrichten. Notwendig ist dazu lediglich ein sogenannter OBD2­-Adapter. Gute Adapter sind beispielsweise der Pace Link One oder der Stecker von TankTaler.

Die Adapter lesen Kühlwassertemperatur, Batteriespannung, Fahrtdauer, Geschwindigkeit, Gang und weitere Daten aus und senden sie an die dazugehörige App. Das ist praktisch, wenn du deine gefahrenen Kilometer protokollieren musst oder auch um Defekte frühzeitig zu erkennen.

Außerdem übersetzen OBD2-­Adapter Fehlercodes in eine für Fachfremde verständliche Beschreibung. Zu guter Letzt hilft der Adapter auch beim Finden des Fahrzeugs, wenn du den Parkstandort vergessen hast. Denn das Gerät kommuniziert über Bluetooth mit dem Smartphone.