Wohlbefinden:
Kleine Schritte, große Wirkung

Der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden und einem gesunden Leben sind Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Wir begleiteten die Wüstenrot Finanzberaterin Angela Palfi auf ihrem Weg dahin.

Im Fitnessstudio findet man Kontakt und kann den Alltag vergessen.

Im Fitnessstudio findet man Kontakt und kann den Alltag vergessen.

Das wird ungemütlich. Der Blick von Angela Palfi sagt alles, als sie den Park betritt. Laut Wetterbericht liegen die Temperaturen an diesem Jännermorgen in Wien um den Gefrierpunkt. Ein heißer Kaffee daheim auf dem Sofa – das Leben könnte so schön sein. Schnell schiebt sie den Gedanken beiseite und atmet noch einmal tief durch. Dann läuft sie los.

Angela Palfi hat sich fest vorgenommen, im neuen Jahr körperlich aktiver zu werden. Zwar walkt sie hin und wieder und besucht die Sauna, aber als Ausgleich zu ihrem Job reicht ihr das nicht. „Ich arbeite als Finanzberaterin. Da kommt es vor, dass ich an manchen Tagen acht bis zehn Stunden am Schreibtisch sitze. Die einzige Bewegung ist dann der Gang zum Drucker oder in die Mittagspause“, erklärt sie. Abends fehlt dann meist die Kraft, sich noch einmal aufzuraffen. In den Wintermonaten fällt die Motivation besonders schwer. Auch jetzt ist jeder Schritt ein Kampf gegen den inneren Schweinehund. Der Atem kondensiert in der Winterluft und Angela Palfi legt nach wenigen Minuten eine erste Pause ein. Kräfte sparen. Im Anschluss hat sie noch einen Termin zu einem Probetraining in einem Fitnessstudio. „Ich will einfach verschiedene Sachen ausprobieren. Dann sehe ich, was das Richtige für mich ist“, sagt sie und joggt weiter.

Mit ihrem Wunsch nach einer gesünderen Lebensführung ist Angela Palfi nicht allein. In einer aktuellen Umfrage des Partnersuch-Portals Parship.de sind „mehr Sport treiben“ und „sich gesünder ernähren“ die beliebtesten Vorsätze zum Jahreswechsel. Es ist unstrittig, dass beide Komponenten eine positive Wirkung auf die Abwehrkräfte haben. So haben beispielsweise Forscher der Uniklinik Köln in einer aktuellen Studie nachgewiesen, dass regelmäßige sportliche Betätigung zu einem Anstieg von entzündungshemmenden Immunzellen führt. Zusätzlich kann eine ausgewogene Ernährung das Krebsrisiko senken, wie das Wissenschaftsmagazin Nature in einer veröffentlichten Studie der Stony Brook Universität in New York berichtet.

Jetzt kommt es darauf an, die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Angela Palfi kann sich gut vorstellen, dass der Besuch im Fitnessstudio sie dabei unterstützt, nicht nur regelmäßiger, sondern auch effektiver zu trainieren, um mit mehr Elan den Alltag meistern zu können.

Sport und gesunde Ernährung aktivieren die Abwehrkräfte.

Joggen ist ein guter Ausgleich zur Bürotätigkeit.

Joggen ist ein guter Ausgleich zur Bürotätigkeit.

Mrs. Sporty ist ein Fitnessclub nur für Frauen.

Mrs. Sporty ist ein Fitnessclub nur für Frauen.

ERFOLGSGESCHICHTE MRS. SPORTY

2005 hat die Gründerin Valerie Bönström das Konzept von Mrs. Sporty zusammen mit der ehemaligen Tennisspielerin Stefanie Graf in Deutschland entwickelt. 2008 folgte die Expansion nach Österreich, Italien und in die Schweiz, bevor 2011 erste Clubs in Osteuropa eröffnet wurden. Heute trainieren über 200.000 Mitglieder in über 550 Clubs. Alle Studios basieren auf der Idee des 30-minütigen Zirkeltrainings. Das mehrfach ausgezeichnete Konzept ist eigens auf die Bedürfnisse von Frauen ausgerichtet, die ihre Fitness verbessern wollen.

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Das Prinzip: weg von schweren und komplizierten Geräten –
hin zu Leichtigkeit und Einfachheit.

Wechsel von Kraft- und Ausdauertraining

Ihr Ziel ist Mrs. Sporty im Wiener Bezirk Favoriten. In dem kleinen Studio sieht es etwas anders aus, als es Angela Palfi von anderen Clubs gewohnt ist. Hier gibt es keine Trennung von Kraft- und Ausdauerbereich. Stattdessen sind die Geräte kreisförmig im Raum platziert. „Unser Konzept basiert auf Zirkeltraining“, erklärt Natasa Ilic, Marketing Managerin Österreichs von Mrs. Sporty. „Dabei wechseln sich Kraft- und Ausdauertraining ab. Die Intensität bestimmt jeder Teilnehmer entsprechend seiner persönlichen Fitness.“ 30 Minuten dauert ein Training, bestehend aus drei Runden, die von einem Trainer begleitet werden. Eine weitere Besonderheit: Mrs. Sporty ist ein Fitnessstudio nur für Frauen.

Ihre Probestunde beginnt die Finanzberaterin vor einem Bildschirm, der wie ein überdimensioniertes Smartphone im Raum steht. Wie bei einem Selfie filmt eine Kamera jede ihrer Bewegungen und spiegelt sie auf dem Display. „So kann der Sportler jederzeit seine Bewegung kontrollieren“, erklärt Ilic nicht ohne Stolz. Die Pixformance Smart Trainer sind eine Eigenentwicklung von Mrs. Sporty und erst seit Kurzem im Einsatz. Die Bewegungskontrolle ist aber nicht der einzige Vorteil dieser Technologie: „Die Fitnessgeräte ermitteln nach Eingabe persönlicher Daten für jeden Trainierenden ein maßgeschneidertes Fitnessprogramm“, erklärt die Managerin. „Diese Programme basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und orientieren sich an den sportlichen Zielen.“ So  sei es beispielsweise möglich, ein Programm zu erstellen, das hauptsächlich dem Muskelaufbau oder aber in erster Linie der Verbesserung der Koordinationsfähigkeit, Stabilisierung und Gewandtheit dient, erklärt Ilic. „Darüber hinaus ermöglicht Pixformance unseren Mitgliedern, über das Internet jederzeit und von jedem Standort aus auf ihre Trainingsdaten und -ergebnisse zuzugreifen und diese mit ihrem sozialen Netzwerk zu teilen.“ Das Prinzip: weg von schweren und komplizierten Geräten – hin zu Leichtigkeit und Einfachheit. Sportwissenschaftler sprechen dabei von funktionellem Training.

Auch die übrigen Geräte im Studio kommen ohne die üblichen Gewichte aus. Die Personen trainieren gegen den Widerstand einer Hydraulik, die gleichzeitig verhindert, dass die Muskelgruppen überlastet werden. Anstrengend ist es trotzdem. Angela Palfi schnauft ein wenig. Sie sitzt auf einem der Geräte, drückt mit ihren Armen zwei Stangen über ihren Kopf und zieht sie mit einer zweiten Bewegung wieder herunter – gut für Rücken und Schulter. Die Wiederholung macht’s.

Gesundheitsrisiko: Handy

„Viele Alltagsbewegungen verursachen dem Rücken große Probleme“, erklärt Claudia Seeland, Clubinhaberin von Mrs. Sporty im Wiener Bezirk Favoriten, und nennt Beispiele: „Das beginnt bei der Büroarbeit, wenn der Blickwinkel auf den Computer falsch eingestellt ist, und geht über den ständig gesenkten Blick auf das Handy bis hin zum Einkauf, den man ungleich trägt.“ Es sei daher wichtig, den Rücken und die Bauchmuskulatur zu stärken, damit im Alltag Schmerzen, Verspannungen und Fehlhaltungen ausbleiben. Wie oft? „Erwachsene sollten an zwei oder drei Tagen der Woche muskelkräftigende Bewegungen mit mittlerer und hoher Intensität durchführen, bei denen alle Muskelgruppen beansprucht werden“, empfiehlt der Fonds Gesundes Österreich. „Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung.“ Für Österreich hat die Weltgesundheitsorganisation errechnet, dass körperliche Inaktivität für sechs Prozent aller Todesfälle verantwortlich ist.

Auch im Alltag kann man viel für seine Beweglichkeit tun.

Auch im Alltag kann man viel für seine Beweglichkeit tun.

ALLTAGSÜBUNGEN GEGEN VERSPANNUNGEN

Überprüfe die Beweglichkeit deiner Nackenmuskulatur durch eine Links- und Rechtsdrehung beziehungsweise Dehnung des Kopfes. Dann stelle dich auf die Fersen und beginne zu trippeln. Erst langsam und dann schneller werdend. Dabei merkst du, wie sich nach und nach alle Sehnen und Muskelgruppen an der Körperrückseite dehnen bis hinauf in den Nacken. Nach einer Minute beendest du die Übung. Dein Nacken sollte sich nun entspannter anfühlen und der Kopf weiter nach links und rechts drehen lassen als vorher.

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Video: Ein Tag zum Wohlfühlen.

Ein Fitnessstudio kann dazu beitragen, regelmäßiger zu trainieren. Dabei geht es nicht nur um die Anleitung und die Motivation durch den Trainer, sondern auch das soziale Umfeld. „Man hat die Möglichkeit, hier Kontakte zu knüpfen und den Alltag ein wenig zu vergessen“, erklärt die Studioinhaberin und ehemalige Eventmanagerin.

Neben dem Muskelaufbau sind auch das Kardio- oder Ausdauertraining wichtig. Die vermehrte Sauerstoffzufuhr fördert die Durchblutung und die Versorgung der Organe. Das Ergebnis ist eine bessere Ausdauer, die sich im Alltag schnell bemerkbar macht. „Man kommt einfach nicht so schnell ins Keuchen, wenn man mal die Treppe hochläuft“, so Seeland. Im Rahmen des Zirkeltrainings reichen schon einfache, aber vielseitige Übungen am Step, einem kleinen Trittbrett. Im Wechsel setzt Angela Palfi unter Anleitung ihre Füße auf die kleine Erhöhung. Dabei führt sie das rechte Knie zum linken Ellenbogen und umgekehrt. „Knee-Lift und Wechsel“, ruft die Trainerin. Den Takt gibt die Musik vor. Bei 140 Schlägen pro Minute macht sich auch die geringe Höhe des Steps von rund zehn Zentimetern schnell bemerkbar.

Zuckerkonsum ist ein Problem

Die persönlichen Fitnessziele lassen sich schneller erreichen, wenn man neben dem Training auch auf eine ausgewogene und richtige Ernährung achtet. Seeland listet die klassischen Fehler auf: „Unsere Mitglieder essen unregelmäßig, manchmal zu viel, manchmal zu wenig, vor allem zu wenig Obst und Gemüse, und sie trinken zu wenig. Wichtig ist es, dem Körper auch ausreichend Zeit zu geben, nach einer Mahlzeit den Blutzucker wieder abzubauen.“ Die ständige Zufuhr von Zucker ist ein großes Problem.

„In den letzten Jahren ist der Zuckerkonsum in Österreich weiter angestiegen“, sagt Kurt Widhalm, Präsident des Österreichischen Akademischen Institutes für Ernährungsmedizin in Wien. „Der hohe Zuckerkonsum ist unbestritten an der Entstehung vieler ernährungsabhängiger Erkrankungen beteiligt.“ Insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes spiele er nachweislich eine Rolle.

7-stufige Ernährungspyramide des Österreichischen Bundesministerium für Gesundheit (2010)
© Österreichisches Bundesministerium für Gesundheit

7-stufige Ernährungspyramide des Österreichischen Bundesministerium für Gesundheit (2010)

DIE ÖSTERREICHISCHE ERNÄHRUNGSPYRAMIDE

Eine ausgewogene Ernährung ist ganz einfach. Alle Lebensmittel sind erlaubt, solange die Verzehrmengen im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Je weiter unten ein Lebensmittel in der Ernährungspyramide zu finden ist, desto mehr solltest du davon konsumieren beziehungsweise desto häufiger solltest du es in Speisen und Rezepte einbauen.

FINANZIELLE ABSICHERUNG BEI DIAGNOSE KREBS

Krebs ist leider keine Seltenheit. 400.000 Österreicher leben bereits mit der Diagnose Krebs und jedes Jahr kommen 37.000 hinzu. Eine Krebsdiagnose stellt Menschen vor psychische und emotionale Belastungen. Vergessen werden oft jedoch auch die finanziellen Folgen. Denn das Erwerbseinkommen sinkt, Fixkosten müssen weitergezahlt werden, neue Ausgaben entstehen durch ergänzende Therapien, Ausgaben für den Vertrauensarzt, für Haushaltshilfe, Kinderbetreuung und vieles mehr. Mit LEBENS:WERT bietet Wüstenrot die Möglichkeit, sich zumindest vor den finanziellen Folgen einer Krebserkrankung zu schützen. 
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Eine gesunde Lebensweise bringt dagegen alles mit, um diese Risiken zu minimieren. „Kurz gefasst: Sport, Bewegung eine ausgewogene Ernährung können das Krankheitsrisiko um bis zu 50 Prozent reduzieren“, sagt Seeland.

Nach 30 Minuten ist das Training vorbei und Angela Palfi außer Atem. Dennoch ist sie stolz und froh, das Programm durchgezogen zu haben. „Schon eine kurze Zeit reicht, um sich glücklich und wohlzufühlen. Das ist einfach eine sehr positive Erfahrung.“ Und was bedeutet das für die Zukunft? Die Finanzberaterin lacht: „Ich merke, ich brauch das. Das Training werde ich jetzt regelmäßig in meinen Alltag einbauen.“

 

„Sport, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung können das Krankheitsrisiko um bis zu 50 Prozent reduzieren.“Claudia Seeland, Inhaberin des Mrs. Sporty Studios