„Am meisten freue ich mich, dass ich es selbst gemacht habe“

Im Tiroler Ort Stans verwirklicht der Zimmermann Fabian Hanser das bisher wichtigste Projekt seines Lebens. Er baut für seine Familie ein Haus aus Holz.

Traumlage: Den Baugrund am Hang hat die Gemeinde für junge Familien reserviert.

Traumlage: Den Baugrund am Hang hat die Gemeinde für junge Familien reserviert.

Als am letzten Freitag im Oktober die Sonne hinter dem Larchkopf aufgeht, fällt Fabian Hanser ein Stein vom Herzen. Endlich, das Wetter spielt mit. Nach mehreren Terminverschiebungen wird der Zimmermann heute seinem Traum vom eigenen Heim einen großen Schritt näherkommen.

Seit der Morgendämmerung bereiten die Arbeiter an der Baustelle in Stans alles vor. Ein Kran steht bereit. Keller, Erdgeschoss und Garage sind bereits fertig in den Hang gebaut, einem Ausläufer des Stanser Joch. Der Begriff Traumlage ist nicht untertrieben. Schon jetzt kann man sich vorstellen, wie der junge Mann mit seiner Familie in ein paar Wochen vom Küchenbalkon aus den weiten Blick über das Inntal streifen lässt.

Angefangen haben wir mit Zettel und Stift

Zwei Monate hat der Bau bis hierher gedauert. Bis zum Abend soll das komplette Obergeschoss aufgebaut sein und mit dem Dachstuhl zusammen dem Haus seine endgültige Form geben. Das geht so schnell, weil Hanser sich für ein Haus in Holz-Riegel-Bauweise entschieden hat. Als Zimmermann kennt er die Vorteile des Baustoffs: „Es geht relativ zügig, man kann Teile vorfertigen und sie komplett auf der Baustelle zusammensetzen. Und ein Innenausbau mit Lehmputz sorgt zudem für ein sehr gutes Wohnraumklima“, sagt er.

Die Gemeinde Stans hat mit den neu ausgelobten Grundstücken ein Zeichen gesetzt, um jungen Familien in dem Ort im Inntal eine Zukunft zu geben.

Die Gemeinde Stans hat mit den neu ausgelobten Grundstücken ein Zeichen gesetzt, um jungen Familien in dem Ort im Inntal eine Zukunft zu geben.

Hanser ist nicht nur der Bauherr, sondern auch Projektleiter. Die Männer, die die Elemente zusammenfügen, sind seine Kollegen.

Hanser ist nicht nur der Bauherr, sondern auch Projektleiter. Die Männer, die die Elemente zusammenfügen, sind seine Kollegen.

EIGENLEISTUNG

Die Axt im Haus ersetzt den Zimmermann. Dieser Spruch umschreibt das Prinzip Eigenleistung beim Hausbau. Was der Bauherr selbst erbringen kann, spart er an Lohnkosten für die Handwerker. In der Regel kommen Gewerke infrage, die der Hauskäufer oder unprofessionelle Helfer selbst übernehmen können, etwa Wände streichen oder Fliesen verlegen. Klar im Vorteil ist der Hausbauer, wenn er wie in unserem Fall selbst ein Handwerk professionell ausübt und auch noch günstig auf Firmenressourcen zugreifen kann. 

Gute Beratung ist wichtiger als Konditionen

Auch wenn Hanser durch seine Eigenleistung die Baukosten reduzieren kann, brauchte das junge Paar eine Finanzierung. „Wir haben uns von sechs Banken Angebote eingeholt“, erzählt Fabians Partnerin Sandra. „Am Ende haben nicht die besten Konditionen, sondern das Vertrauen in die Beratung den Ausschlag gegeben. Deshalb haben wir uns für Wüstenrot entschieden.“ Besonders beeindruckt hat das junge Paar die Geduld der Beraterin, die nicht nur einmal alles durchgerechnet hat, sondern so oft es nötig war vorbeigekommen ist. Alle Fragen sollten geklärt, alle Bedenken ausgeräumt werden. 

„Die Chemie hat einfach gestimmt“, sagt Wüstenrot Finanzberaterin Monika Peer. „Bei solchen Kunden weiß man wieder, warum man diesen Job macht.“ Für Peer sind Fabian, Sandra und Tochter Laura das Musterbeispiel einer jungen Familie, der man als Bausparkasse zum Eigenheim verhelfen sollte.

 

 „Am Ende haben nicht die besten Konditionen, sondern das Vertrauen in die Beratung den Ausschlag gegeben“

 

BAUTREND: HOLZHÄUSER

Nachhaltigkeit und gesundes Wohnen werden als Bauprinzipien immer wichtiger. Holz sorgt als Naturbaustoff für ein wohltuendes Raumklima und bietet ausgezeichnete Festigkeitseigenschaften. Hersteller beziehen den Rohstoff häufig aus regionalen Wäldern und schonen dadurch die Ökobilanz. Zum Vergleich: Um den Dämmwert einer etwa 34 Zentimeter starken Holzfertighauswand zu erreichen, müsste eine Porenziegelwand etwa doppelt so dick sein. Bei entsprechend hochwertige Ausführung sind Holzhäuser so langlebig wie Massivhäuser. Wichtig für Bauherren: auf zertifizierte Materialien achten, die frei von chemischen Holzschutzmitteln und bedenklichen Klebern und Leimen sind.

„Es gibt Höhen und Tiefen beim Bauen“

Das sieht auch der Bürgermeister von Stans so. Michael Huber schaut an diesem Tag zufällig vorbei, um den Baufortschritt zu begutachten. Seine Gemeinde hat mit den neu ausgelobten Grundstücken an dem Berghang ein Zeichen gesetzt, um jungen Familien in dem Ort im Inntal eine Zukunft zu geben. Im vergangenen November haben Fabian und Sandra den Zuschlag für den Baugrund erhalten. Jetzt sind es nur noch wenige Wochen, bis die Familie in ihr Traumhaus einziehen kann.

Ob es auch mal Zweifel gegeben hat? „Es gibt Höhen und Tiefen beim Bauen. Es kann nicht immer alles nach Plan laufen“, sagt Fabian Hanser, während der Kran in der Abendsonne einen Teil des Dachstuhls auf das Haus hebt. Ein prüfender Blick, ein kurzes Nicken. Der Zimmermann ist zufrieden mit seinem Werk. „Am meisten freue ich mich, dass ich es selber gemacht habe“, sagt er schließlich. „Das ist mein ganzer Stolz.“

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Mein Leben - Familie Hanser aus Tirol

Weitere Fotos vom Hausbau in Stans in unserer Galerie.