Tipps für sensible Bäuche

Mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten entspannt durch die Weihnachtszeit

Nicht jeder kann bei Süßigkeiten und Braten voll zuschlagen: Immer mehr Menschen reagieren sensibel auf bestimmte Nahrungsmittel oder haben mit einem empfindlichen Magen bzw. Darm zu kämpfen. Wie kommt man mit einem sensiblen Bauch durch die Weihnachtszeit – ohne völlig auf Leckereien verzichten zu müssen?

Wir haben jemanden gefragt, der das wissen muss: Helen Scheu ist Ernährungsberaterin und schreibt auf ihrem Blog Weglasserei  über das Leben mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Sie hat uns drei Tipps für dich gegeben:

Tipp1: Verträgliche Snacks und Leckereien vorbereiten

Bereite dir verträgliche Snacks und Weihnachtsleckereien selbst vor, damit du den anderen nicht neidisch beim Knabbern und Schlemmen zu sehen musst. Backe dir verträgliche Weihnachtskekse und nimm sie mit zur Arbeit, zum Teetrinken bei Freundinnen oder auch auf den Weihnachtsmarkt. Denn dort gibt es leider selten etwas für empfindsame Bäuche. Aber auch verträgliches Obst, Nüsse und Kerne werden mit etwas Zimt zu einem leckeren, weihnachtlichen Snack. 

Tipp 2: Einladungen mitgestalten

Wenn du eingeladen bist, dann schlage wenn möglich ein Essen vor, das du verträgst. Wobei es nicht komplett verträglich sein muss. Praktisch sind Gerichte, die aus verschiedene Komponenten bestehen, wie zum Beispiel Braten mit verschiedenen Beilagen. Wenn ein oder zwei verträgliche Beilagen für dich dabei sind, kannst du dich daran satt essen. Wenn das nicht möglich ist, bringe dir selbst etwas Verträgliches mit.

Tipp 3: Ausnahmen bewußt planen und genießen

Falls es nicht möglich ist auf alles Unverträgliche zu verzichten, plane die Ausnahmen bewusst ein. Wenn am Wochenende eine Einladung oder ein Weihnachtsmarktbesuch bevor steht, halte unter der Woche deine verträgliche Ernährung ein. Schnell schleicht sich der Gedanke ein, dass du am Wochenende ja sowieso eine Ausnahme machst und eine weitere ein paar Tage vorher ja dann auch nichts macht. So gerätst du schnell von einer Ausnahme zur nächsten und die Bauchschmerzen werden nicht lange auf sich warten lassen.

Wenn du etwas Unverträgliches isst, gestalte deine anderen Mahlzeiten so verträglich wie möglich. Genieße es und lasse es dir nicht von deinem schlechten Gewissen verderben. Achte auch nicht zu viel Unverträgliches zu essen. Wenn du Omas selbst gemachte Lebkuchen probieren möchtest, genieße bewusst zwei davon und nicht die komplette Dose.

Lust auf eine köstliche Alternative zum Punsch? Hier ein Rezept, das uns Helen netterweise zur Verfügung gestellt hat:

Cremiger Kürbis‐Chai‐Latte

Zutaten

  • 1 Teebeutel Chaitee
  • 200 ml Wasser
  • 200 ml Pflanzenmilch
  • 3 EL Kürbispüree
  • 3 TL Ahornsirup
  • 1/4 TL Vanille
  • 1/2 TL Zimt
  • etwas Ingwerpulver und Nelkenpulver
  • je 1 Prise Piment, Muskat, Kardamom und Salz
  • evtl. 1 TL Stärke
  • evtl. geschlagene Sojasahne

So geht’s

200 ml Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Topf von der Herdplatte nehmen und den Beutel Chaitee 5 Minuten darin ziehen lassen.

Löse die Stärke mit 3 TL Wasser in einer kleinen Schüssel auf. Topf erneut auf die Herdplatte stellen und den Tee mit den restlichen Zutaten (außer der Sahne) kurz aufkochen und dabei mit dem Schneebesen verrühren.

Noch cremiger wird der Chai Latte, wenn du ihn kurz mit dem Pürierstab oder im Mixer aufschäumst.

In ein Glas füllen und wenn gewünscht mit der Sahne garnieren.