Cool ohne kalt

Wintersport ist die schönste Seite der kalten Jahreszeit. Wenn es draußen nur nicht so kalt wäre. Doch Frieren muss nicht sein. Mit der richtigen Ausstattung hältst du dich warm auf der Piste, am Lift und auf der Hütte.

Smarte Stoffe

Wintersportmode soll warm halten und den Körper gleichzeitig atmen lassen. Die Hersteller entwickeln fortwährend smarte atmungsaktive Materialien. Die halten Wind und Kälte ab und transportieren Luft und Feuchtigkeit nach außen. Die Materialien werden dünner, ohne an Wärmewirkung zu verlieren.

© Mountains Force

Die Oberstoffe des Schweizer Anbieters Mountain Force sind mit einer leichten, atmungsaktiven und wasserdichten Keramikmembran ausgestattet. Sie reflektiert Wärme nach innen und die Kälte nach außen. Als Isolationsmaterial von Skijacken und -hosen wird Wolle von Schweizer Alpenschafen verwendet.

Vorbild Zwiebel

Dünnere Materialien bestärken den Trend zum Layering: Mehrere Lagen werden je nach Wetterlage und Temperatur individuell kombiniert übereinander getragen. Drei Schichten sind das Minimum.

Das Material der äußeren Schale hält dir, wie zum Beispiel Gore-Tex, Wasser und Wind vom Leib, ist aber atmungsaktiv.

Darunter sorgt eine Isolierschicht für die jeweils gewünschte  Dosis Wärme. Kleidungsstücke dieser mittleren Schicht sollten einfach an- und auszuziehen sein.

Die Basisschicht sollte Wärme spenden und Feuchtigkeit von der Haut weg transportieren. Statt Unterwäsche aus reiner Baumwolle empfiehlt sich Funktions- und Thermo-Unterwäsche. Hier kommen zunehmend natürliche Materialien, wie Kaschmir oder Merinowolle, zum Einsatz, oft auch in Kombination mit synthetischen Stoffen.

© Houdini

Nachhaltigkeit ist auch im Wintersport ein großes Thema. So hat die Firma Houdini Funktionsunterwäsche entwickelt, die ökologisch komplett abbaubar ist. Ein Großteil der Produkte wird überdies aus recycelten Fasern oder nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.

 

Heisse Skimode

Wenn die Temperaturen weit unter den Nullpunkt sinken, halten dich beheizbare Kleidungsstücke sicher warm.

© Helly Hansen

Die Paradise Heat Skijacke von Helly Hansen erhielt auf der diesjährigen Wintersportmesse ISPO den ISPO Award 2018. Sie verfügt über ein regulierbares Heizsystem, das aus unsichtbaren in das Design integrierten Heizdrähten besteht.

Eine kostengünstige Alternative sind beheizbare Fleece-Westen, die du unter die Jacke ziehen kannst.

Hand und Fuß

Besonders empfindlich sind Hände und Füße, die am weitesten vom Herz entfernten Körperteile. Deine Hände hältst du mit Fausthandschuhen besser warm als mit Fingerhandschuhen, denn die Finger produzieren hier in der Gruppe Wärme für nur einen gemeinsamen „Raum“. In den Skischuhen solltest du Socken mit einem Wollanteil tragen. Diese halten die Wärme besonders gut am Fuß. Außerdem verringert der Wollanteil auch das Schwitzen der Füße, was wiederum eine Auskühlung verhindert. Auch Hände und Füße kannst du über Akkustrom warmhalten. Beheizbaren Handschuhe und Thermosohlen sind für wenig Geld zu haben.

Flüßigbrennstoff

Bei der Brotzeit auf der Hüttn sind eine Hühnersuppe, Tee oder eine heiße Schokolade perfekt zum Aufwärmen. Aprés Ski stehen dann auch hochprozentige Hilfsmittel zur Auswahl. Eine Heiße Oma (Heiße Milch mit Eierlikör, Vanille, Sahne), ein Lumumba (Heißer Kakao mit Rum), ein Glühwein oder Grog heizen dir zuverlässig für den Abend ein. Aber Vorsicht: Sicherstellen, dass dein Bett in Reichweite ist.