Après Ski:
Das hilft gegen Muskel- und sonstige Kater

Viel Bewegung und frische Bergluft: Das kann unser Körper gerade im Winter gut gebrauchen. Nicht so gut gebrauchen können wir dagegen zwei unerfreuliche Begleiter des Wintersports: Den Muskel- und den Aprés Ski Kater. Gibt es Ski-Spaß ohne Reue? Du kannst einiges dafür tun: 

Muskelkater vorbeugen

Muskelkater, das sind kleine Verletzungen innerhalb der Muskulatur. Sie entstehen bei ungewohnten Bewegungen und zu hoher Belastung. Das beste Mittel gegen Muskelkater ist Vorbeugung.

  •  Am besten du beginnst schon drei Monate vor dem Wintersport-Urlaub zwei bis dreimal in der Woche mit Skigymnastik und Joggen deine Fitness zu steigern.
  • Ganz wichtig ist ein gründliches Aufwärmen der Muskulatur unmittelbar vor dem Skifahren.  
  • Steige nicht gleich am ersten Tag auf der Piste voll ein, sondern steigere die Belastung langsam. 
  • Nach einem Tag mit starker Belastung kannst du einem drohenden Muskelkater durch Bäder in kaltem Wasser oder auch Wechselbädern vorbeugen. Optimal sind ein bis vier Bäder mit 1-2 Minuten kalt (8-15°) und ein bis zwei Minuten heiß (38-42°.

Muskelkater lindern

Ist der Muskelkater erst einmal da, gibt es kein Mittel, um ihn schnell wieder abzustellen. Du solltest große Belastungen erst einmal vermeiden und einen aktiven Erholungstag einlegen, mit leichter Bewegung beim Schwimmen, Gymnastik oder Spazierengehen. Ein warmes Bad oder ein Gang in die Sauna werden als schmerzlindernd empfunden. Magnesium ist für die Regeneration der Muskeln nach der körperlichen Belastung wichtig. Gegen Muskelkater bringt es allerdings nichts. Besser ist ein großes Steak – eiweißhaltiger Nahrung in großer Menge vor und nach dem Sport hilft gegen Muskelkater.

© unsplash/Alex Munsell

Essen und Trinken gegen den Après-Ski-Kater

Nach der große Gaudi auf der Hüttn brummt am nächsten Morgen der Schädel – Keine gute Voraussetzung für sportliche Höchstleistungen.

Alkohol lässt den Körper mehr Flüssigkeit ausscheiden, als wir trinken. Dem Blutkreislauf wird Wasser entzogen. Die Blutgefäße im Kopf weiten sich. Die Folge:  Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. 

Die beste Mittel dagegen sind Essen und Trinken. Besonders wichtig ist es, dem Köper kontinuierlich Wasser zuzuführen. Fettreiche Mahlzeit vor und während dem Feiern verlangsamen die Aufnahme des Alkohols durch den Körper. Durch eine längere Verweildauer des Alkohols im Magen kann er teilweise abgebaut werden.

Ganz auf Alkohol verzichten ist für die meisten keine Option. Vermeiden solltest du aber Mischkonsum und süße Alkoholika wie Glühwein, süßen Weinen oder Likör.

Am nächsten Morgen hilft wiederum viel Wasser dabei, die Kater-Symptome zu mildern. Am besten geeignet ist stilles Wasser, da kohlensäurehaltiges Wasser den Magen reizt. Wird das Wasser mit Fruchtsäften gemischt, füllst du zusätzlich deinen Mineralstoffspeicher auf.

Ein leicht bekömmliches Frühstück mit vielen Mineralstoffen hilft ebenfalls, z.B. ein belegtes Vollkornbrot oder ein Müsli mit frischem Obst. Der berühmte Rollmops ist eher ungeeignet, da er schwer verdaulich ist. 

Bei starken Kopf­schmerzen hilft oft ein doppelter Espresso mit einem Schuss Zitrone. Koffein mit Zitronensäure dämpft das Empfinden für Kopf­schmerzen. Wirkt auch das nicht, kannst du es mit einem Schmerzmittel versuchen. Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure sind gut geeignet, da sie im Vergleich zu anderen Wirkstoffen wie beispielsweise Paracetamol nicht von der Leber abgebaut werden. Wenn dir übel ist, solltest du allerdings trotz Kater auf Schmerzmittel verzichten.