Altersvorsorge ab 40:
Es ist nicht zu spät

Man kann nicht früh genug anfangen, fürs Alter vorzusorgen. Doch auch wenn du erst mit 40 Jahren damit beginnst, kannst du gute Lösungen finden. Worauf du dabei achten solltest, erfährst du hier.

Das Ziel vor Augen: Nur wer weiß, was er im Alter braucht, kann auch entsprechend vorsorgen.

Das Ziel vor Augen: Nur wer weiß, was er im Alter braucht, kann auch entsprechend vorsorgen.

Kilian Gruber ist Angestellter in einem mittelständischen Unternehmen. Sein Hobby: Bergsteigen. Gemeinsam mit seiner Frau und zwei Kindern lebt der 40-Jährige in einer Mietwohnung in Graz. Bisher hat Kilian neben der gesetzlichen Pension keine private Vorsorge fürs Alter getroffen. Doch mittlerweile macht er sich Sorgen, ob er seinen Lebensstandard als Pensionist noch halten kann. 25 Jahre Zeit sind in der Regel ausreichend, um für das Alter vorzusorgen. Wir erklären dir anhand von Kilians Fragen, wie du es richtig machst.

Welche Pensionsformen gibt es?

Die Altersvorsorge ist in Österreich nach dem „Drei-Säulen-Modell“ aufgebaut. Die gesetzliche Altersvorsorge bildet die erste Säule und ist die Grundlage deiner finanziellen Absicherung im Alter. Die beiden weiteren Säulen sind die betriebliche und die private Altersvorsorge.

Wie berechne ich meinen Bedarf im Alter?

Einen Anhaltspunkt dafür gibt dir unser Pensionslückenrechner. Hier kannst du deine Daten eingeben, um deine zu erwartende Pension zu berechnen. Allerdings ist dies nur ein Richtwert, denn dein tatsächlicher Bedarf und auch wie du am besten für dein Alter vorsorgst, hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab – unter anderem von deinem Alter, Einkommen, Beruf, der Zahl deiner Kinder, deinem vorhandenen Vermögen, der gewünschten Pensionshöhe und auch deiner Risikoneigung. Daher ist es sinnvoll, deinen Bedarf mit einem Finanzexperten systematisch zu klären. „Ich bespreche mit meinen Kunden ihre individuelle finanzielle Situation und wir ermitteln so maßgeschneiderte Lösungen“, sagt Wüstenrot-Finanzberaterin Anita Gneist aus Graz. 

Anhaltspunkt: Mit dem Pensionslückenrechner kannst du deine zu erwartende Pension berechnen.
@ Smartmockups

Anhaltspunkt: Mit dem Pensionslückenrechner kannst du deine zu erwartende Pension berechnen.

Welche Produkte eignen sich, um die Pensionslücke zu schließen?

Eine Möglichkeit, deinen künftigen Pensionsanspruch zu erhöhen, bietet die Höherversicherung. Statt in eine private Versicherung zahlst du dabei in das öffentliche Pensionssystem ein. Die Höherversicherung ist freiwillig und nur möglich, wenn du in der staatlichen Pensionsversicherung bereits eine Pflicht-, Weiter- oder Selbstversicherung hast. Die zweite Säule, die betriebliche Altersvorsorge (mehr dazu hier), nutzt aktuell rund jeder fünfte Beschäftigte in Österreich. Diese steht jedoch nicht jedem zur Verfügung. Bleibt die dritte Säule: Wer privat vorsorgen will, kann dies mit einem Bank-Sparplan oder einer Lebensversicherung wie FlexibleLife[1] tun. Zudem gibt es Versicherungen, mit denen du nicht nur für dein Alter vorsorgen, sondern dich auch gegen schwere Erkrankungen absichern kannst. Mit der Überlebensvorsorge[2] zum Beispiel genießt du Versicherungsschutz und kannst am Ende der Laufzeit zwischen einer einmaligen Auszahlung oder einer lebenslangen monatlichen Privatpension wählen. Solltest du während der Laufzeit sterben, steht deinen Hinterbliebenen die Versicherungssumme plus anteiliger Gewinnbeteiligung zur Verfügung.

Worauf sollte ich bei der Wahl eines Vorsorgeproduktes achten?

Deine Planung sollte nicht nur dein Ziel berücksichtigen – wie viel Geld benötige ich später zusätzlich? –, sondern auch den Weg dahin. Denn dein Einkommen und deine Ausgaben können sich im Laufe der Zeit oder auch plötzlich ändern. „Es ist wichtig, dass es sich um ein flexibles Produkt handelt, das sich den Lebensumständen anpasst“, rät Anita Gneist. Flexibel bedeutet: Du kannst während der Karenz, des Präsenz- oder Zivildienstes eine Beitragspause[3] machen, wenn du knapp bei Kasse bist, du kannst nach dem ersten Laufzeitjahr sogar Geld entnehmen[4], wenn du es dringend benötigst, du kannst aber auch aufstocken[5], wenn du besser verdienst, oder eine zusätzliche Summe einzahlen[5] – einen sogenannten Einmalerlag –, wenn du zum Beispiel eine Erbschaft machst oder eine Abfertigung erhältst. So ein flexibles Produkt ist zum Beispiel FlexibleLife[1]. Flexibel ist dabei auch die Veranlagung: Je nachdem, wie risikobereit du bist, kannst du eine klassische oder eine fondsgebundene Lebensversicherung wählen oder beide Veranlagungsformen miteinander kombinieren. Fondsgebundene Produkte versprechen eine höhere Rendite, sind aber auch mit höherem Risiko versehen.

Welche Summen sollte ich in die Altersvorsorge investieren?

Auch mit 40 Jahren lässt sich noch sinnvoll für das Alter vorsorgen. Aber es wird Zeit, denn mit jedem Lebensjahr, indem du noch nicht vorsorgst, verzichtest du auf Geld für deinen Ruhestand. Derzeit gehen Experten davon aus, dass die staatliche Pension in Österreich nur 60 Prozent deines monatlichen Nettoeinkommens erreichen wird, wenn du das Pensionsalter erreichst. Experten raten, dass du mindestens auf 80 Prozent kommen solltest, damit du dich im Alter nicht einschränken musst. „Je früher man mit der Vorsorge beginnt, desto günstiger sind die monatlichen Beiträge“, sagt Anita Gneist. „Ein Einstieg in FlexibleLife ist bereits ab 60 Euro im Monat möglich, je nachdem, was der Kunde leisten kann.“ Mit dem Rechner auf der digitalen Plattform klickmal.at kannst du verschiedene Modelle für die flexible Lebensversicherung von Wüstenrot durchspielen. Wenn du erst mit 40 Jahren oder später mit der Vorsorge beginnst, solltest du jeden Monat deutlich mehr zurückgelegen, als hättest du bereits mit 30 Jahren begonnen. Das liegt nicht nur an der kürzeren Einzahlungsphase, sondern auch am geringeren Effekt von Zins und Zinseszins. Also starte mit der Vorsorge besser heute als morgen. 

​Auf klickmal.at erhältst du verschiedene Rechenmodelle – je nachdem, wie lange, wie viel und mit welcher Veranlagung du in FlexibleLife einzahlst.
@ Smartmockups

​Auf klickmal.at erhältst du verschiedene Rechenmodelle – je nachdem, wie lange, wie viel und mit welcher Veranlagung du in FlexibleLife einzahlst.

Was passiert, wenn ich meine Beiträge eine Zeit lang nicht bezahlen kann?

Das hängt von deiner Versicherung ab. Die vorzeitige Kündigung etwa einer Lebensversicherung ist zwar grundsätzlich möglich, doch sie ist meist mit wirtschaftlichen Nachteilen verbunden. Das gilt besonders in den ersten Jahren nach Abschluss der Versicherung, da bei der Berechnung des Rückkaufswerts zunächst die Versicherungssteuer, laufende Verwaltungskosten und Provisionen berücksichtigt werden. Die bessere Alternative kann es in dem Fall sein, die Versicherung für eine Weile stillzulegen. Dann zahlst du für eine Zeit lang keine Beiträge[3], der Vertrag läuft aber weiter und verlängert sich um die Zeit der Stilllegung, wenn du die Zahlung wieder aufnimmst. Alternativ kannst du die Versicherung prämienfrei stellen. Dann bleibt die Laufzeit gleich, allerdings sinkt dann die Versicherungssumme um den entsprechenden Betrag. Achte darauf, dass deine Versicherung dir diese Lösungen offenhält für den Fall, dass Unvorhergesehenes passiert.

Sollte ich auch in Immobilien investieren oder zusätzlich Bausparen?

Eine solide Altersvorsorge besteht aus mehreren Bausteinen. Auch das Eigenheim gehört dazu. Denn wenn du deine eigene Immobilie besitzt, musst du im Alter keine Miete zahlen. Dennoch musst du die Immobilie finanzieren und auch wenn sie dir gehört, kostet sie Unterhalt. Eine mögliche Immobilienfinanzierung sollte also Bestandteil deiner umfassenden Finanzplanung sein. Bausparen gehört übrigens zu den beliebtesten Sparformen in Österreich und wird je nach Modell mit einer Bausparprämie vom Staat gefördert, wobei jeder nur einen prämienbegünstigten Vertrag abschließen kann. So kannst du nach Ablauf der Sparzeit von mindestens sechs Jahren über das angesparte Kapital verfügen und für verschiedene Zwecke nutzen – nicht nur zum Bauen. Übrigens: Wenn du kurz vor der Pensionierung stehst, kannst du mit einem Einmalerlag auch eine Sofortpension[6] abschließen: Du zahlst einmalig einen Betrag ein und erhältst bereits im folgenden Monat deine erste private Pension ausbezahlt.

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Im Video erklärt: So funktioniert FlexibleLife.