So klappt's:
E-Autos richtig laden

Beim Laden von Elektroautos mit frischem Strom sollte man zu Hause einiges beachten.

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Steckdose

Elektroautos haben ein standardisiertes Ladekabel. Damit kann das Fahrzeug an einer normalen Haushaltssteckdose (Schuko) angeschlossen werden. Aber Vorsicht: Diese Steckdosen sind normalerweise nicht dafür gemacht, große Strommengen über einen langen Zeitraum fließen zu lassen. Da Haushaltssteckdosen nur etwa 2,3 kW/230 Volt haben, ist die Ladezeit oft sehr lang. Die meisten E-Auto-Modelle müssten mindestens die ganze Nacht lang angeschlossen bleiben, die genaue Dauer variiert je nach Stromnetz und Fahrzeug. Informiere dich also über die voraussichtliche Ladezeit deines E-Autos und lasse von einem Elektriker überprüfen, ob die normale Steckdose dafür taugt. 
In vielen Gebäuden gibt es auch einen dreiphasigen Anschluss. Diese roten CEE-Steckdosen mit fünf Steckkontakten sorgen für eine deutlich bessere Ladeleistung. Außerdem wird das Stromnetz im Haushalt durch die Verteilung auf drei Phasen entlastet. Die Installation einer CEE-Steckdose erfordert allerdings etwas mehr Aufwand. Es muss ein dickeres Kabel installiert werden und je Steckdose sind drei Sicherungen nötig.

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Wallbox

Wer einen solchen Dreiphasenanschluss hat, auch Drehstromanschluss genannt, kann eine eigene Ladestation an seinem Stellplatz installieren. Die sogenannte Wallbox ist eine speziell für Elektroautos entwickelte intelligente Wandladestation. Es gibt sie von diversen Anbietern. Der Akku wird damit sehr viel schneller aufgeladen und du riskierst keinen Kabelbrand. Der Drehstromanschluss liefert 400 Volt und wird auch für Elektroherde benutzt. Die Ladeleistung liegt bei 11kW bis 22 kW. Die Verbindung von Auto und Wallbox erfolgt fast immer über ein Kabel mit einem Typ 2 Stecker (Mennekes-Stecker). Dieser europäische Standard-Stecker wurde extra für das Laden von E-Autos entwickelt und funktioniert auch an öffentlichen Stationen.

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Öffentliche Ladestation

Voraussetzung für das Aufladen zu Hause ist immer ein Stellplatz mit einem Stromanschluss. Wer diese Möglichkeit nicht hat, kann auf öffentliche Stromtankstellen zurückgreifen. An vielen Ladestationen ist das Aufladen der Elektroautos zurzeit noch kostenlos. Tipp: Mittlerweile gibt es Übersichten über verfügbare Ladestationen. Per Internet oder direkt via App kannst du die Stromtankstellen in deiner Nähe ausfindig machen. Zu den Anbietern solcher Listen gehören e-tankstellen-finder.at oder das europaweite Projekt LEMnet.org.

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Wechselstrom oder Gleichstrom?

Übrigens: Das Stromnetz in Österreich liefert Wechselstrom, während E-Autos Gleichstrom benötigen. Das muss Sie jedoch nicht weiter kümmern. In den meisten Autos ist ein Konverter integriert, in dem die Umwandlung automatisch erfolgt. Wird eine öffentliche Station benutzt, die mit Gleichstrom funktioniert (CCS-Station), fließt der Strom am Konverter vorbei direkt zur Batterie.

LADESTATION FÖRDERN LASSEN

Wenn du dir in dein Haus eine eigene Ladestation installieren lassen möchtest, fördert dir der Staat dies unter anderem jetzt mit bis zu 4.000 Euro im Rahmen der Kaufprämie für Elektroautos. Deine Berater von Wüstenrot helfen dir gerne dabei, die passende Förderung für deine Ladestation zu finden und zu beantragen.