Hier gibt’s was zu sehen:
Schöne Touren mit dem Auto und Motorrad durch Österreich

Im Frühling zieht es uns hinaus ins Grüne. MEIN LEBEN hat für dich sechs Routen ausgesucht, an denen du die Natur besonders genießen kannst.

Ausflug mit Ausblick: Österreich hat zahlreiche Routen zu bieten, die eine Reise wert sind.

Ausflug mit Ausblick: Österreich hat zahlreiche Routen zu bieten, die eine Reise wert sind.

Warum in die Ferne schweifen? Auf Österreichs Straßen kannst du malerische Landschaften, klare Seen und wilde Bergwelten erkunden. Gerade jetzt im Frühling, wo die Natur wieder erwacht, lohnt es sich auf Tour zu gehen. Wir haben für dich sechs wunderschöne Routen herausgesucht, die du mit dem Auto oder Motorrad fahren kannst.

Die Romantische: von Salzburg nach Wien

Die Schallaburg ist nicht nur architektonisch eine Reise wert. In dem Renaissance-Schloss befindet sich ein internationales Ausstellungszentrum.
© liakada-web

Die Schallaburg ist nicht nur architektonisch eine Reise wert. In dem Renaissance-Schloss befindet sich ein internationales Ausstellungszentrum.

Salzburg und Wien sind beliebte Reiseziele. Aber auch die schönen Landschaften dazwischen mit ihren romantischen Berg- und Seepanoramen lohnen eine (mehrtägige) Ausfahrt – was bei ausländischen Touristen oft besser bekannt ist als bei uns. Viele historisch interessante Plätze und unberührte Natur gilt es auf der Strecke zu entdecken. Die Route führt von Salzburg auf Bundesstraßen abseits der Westautobahn über Bad Ischl mit der kaiserlichen Sommerresidenz und weiter über Gmunden und Steyr nach Wien. Zu den Höhepunkten zählen der märchenhafte Mondsee, das charmante St. Wolfgang und das imposante Renaissanceschloss Schallaburg. Wer neben kaiserlichen Sommerresidenzen, Schlössern, Kirchen und Klöstern auch Spuren der Römer besichtigen will, plant Aufenthalte in Wels und Enns ein, die wichtige Außenposten des Römischen Reiches waren.

Geöffnet: ganzjährig
Länge: rund 380 Kilometer

Tipp: Die Schallaburg zeigt noch bis 3. November 2019 die Ausstellung „Der Hände Werk“ über das Wunderwerkzeug Hand. Gezeigt werden aufwendig hergestellte Meisterstücke und kreatives Werkzeug, erlesene Handarbeiten und nahezu vergessene Geschichten handwerklichen Lebens. Die Zeitspanne reicht vom Handwerk des Mittelalters bis zum 3D-Druck der Gegenwart. Dabei sind die Besucher eingeladen, selbst Hand anzulegen.

Die Seenreiche: von Lienz nach Graz

Der sauberste See Kärntens: Weißensee
© Frank Friedrichs

Der sauberste See Kärntens: Weißensee

Schon fast in Italien wähnst du dich in Lienz. Dort sitzt du mitten in der Stadt unter Palmen und schaust auf die Lienzer Dolomiten. Die Tour durch den Süden des Landes führt dich vorbei an einigen der schönsten Seen Österreichs. Erster Anlaufpunkt ist der Weißensee. Er ist der sauberste See Kärntens und bietet vom Baden bis Wakeboarden alles, was im Wasser Spaß macht – vor allem aber eine naturbelassene Landschaft. Weiter geht es an den Millstättersee, wo du eine Nacht im „Biwak unter den Sternen“ verbringen kannst. Am Ossiacher See hast du dann Gelegenheit, dir die Beine zu vertreten – für besonders Sportliche auch ganz ausgefallen beim Nachtmarathon. Unsere Route führt dich anschließend weiter an den Wörthersee, wo dir neben der atemberaubenden Natur die See.Ess.Spiele vom 26. April bis 5. Mai 2019 genussvolle Gaumenfreuden versprechen. So gestärkt kannst du in die historische Altstadt Klagenfurts eintauchen mit ihren italienischen Palais, Kulturschätzen und natürlich dem Lindwurmbrunnen – bevor du weiterfährst nach Graz, wo dein Trip endet. Hier kannst du zum Abschluss Sehenswürdigkeiten wie den Uhrturm, das Kunsthaus und die Murinsel entdecken.

Geöffnet: ganzjährig
Länge: rund 350 Kilometer

Tipp: Ein Besuch im Wassererlebnispark Galitzenklamm am Fuße der Lienzer Dolomiten. Hier kannst du die Natur genießen und Spaß haben auf dem Wasserschaupfad, im Kletterpark oder auf dem Wasserspielplatz.

Die Kehrenreiche: Timmelsjoch-Hochalpenstraße

Blick von der Timmelsjoch ins Passeiertal

Blick von der Timmelsjoch ins Passeiertal

Schon in der Steinzeit sollen Menschen die tiefe Kerbe im Alpenhauptkamm als Übergang genutzt haben, um vom Passeiertal in Südtirol in das Tiroler Ötztal zu gelangen. Als direkteste Verbindung zwischen Meran und dem Oberinntal war der Weg über das 2.509 Meter hohe Timmelsjoch lange Zeit eine bedeutende Verkehrsverbindung. Heute ist die „heimliche Lücke in den Alpen“ eine der schönsten Panoramastraßen in Tirol. Auf österreichischer Seite zieht sich die zwölf Kilometer lange Hochalpenstraße in zwölf Kehren von Obergurgl auf das Timmelsjoch. Dann sind es noch weitere 23 Kilometer bis nach Moos in Passeier. Die Straßenführung auf der italienischen Seite ist wirklich beeindruckend, die Aussicht einfach grandios. Neben dem atemberaubenden Fahr- und Naturerlebnis bietet die Hochalpenstraße eine Reihe weitere Attraktionen: An mehreren Haltepunkten informieren Architekturskulpturen über Natur, Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft der Region.

Geöffnet: je nach Wetterlage von Ende Mai bis Ende Oktober, täglich von 7 bis 20 Uhr
Länge: circa 35 Kilometer
Pkw hin + retour: 24 Euro
Motorrad hin + retour: 21 Euro

Tipp: Europas höchstes Motorrad-Museum ist auch für Nicht-Motorradfahrer interessant. Auf 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden rund 230 klassische Motorräder von mehr als 100 Herstellern sowie einige automobile Raritäten gezeigt. Auch das im gleichen spektakulären Bau untergebrachte Restaurant lädt zum Verweilen ein.

Die Klassische: Silvretta-Hochalpenstraße

Traumhafter Ausblick garantiert: Die Silvretta-Hochalpenstraße ist ideal für Genießer.

Traumhafter Ausblick garantiert: Die Silvretta-Hochalpenstraße ist ideal für Genießer.

Sie bietet wunderbare Ausblicke auf die traumhafte Bergkulisse und zugleich abenteuerliche Kurven und Kehren: Die gut 22 Kilometer lange Silvretta-Hochalpenstraße verbindet das Tiroler Paznaun mit dem Montafon in Vorarlberg. Von Galtür aus geht es zunächst zehn Kilometer bis zur Bielerhöhe auf 2.032 Metern von wo sich eine grandiose Sicht auf den 3.312 Meter hohen Piz Buin und den Silvretta-Stausee bietet. Dann geht es vorbei am Vermuntsee nach Vorarlberg hinein. Motorradfahrer lieben die 34 schlaglochfreien Kehren der Silvretta-Hochalpenstraße. Übrigens: Zwischen Kehre 22 und 23 findest du die ideale Stelle für schöne Bilder von der Hochalpenstraße.

Geöffnet: ab 11. Juni 2019
Länge: 22,3 Kilometer
Pkw: 16,50 Euro
Motorrad: 13,50 Euro

Tipp: Beliebt ist die Silvretta-Hochalpenstraße nicht nur bei Motorrad- sondern vor allem auch bei Oldtimer-Fahrern. Die treffen sich seit 1998 alljährlich zur Silvretta Classic Rallye. Die schönsten Epochen der Automobil-Historie sind hier vertreten: von den Luxus-Cabriolets der 30er bis zu den legendären Sportwagen aus der Zeit zwischen 1950 und 1970. Die 22. Silvretta Classic Rallye startet am 4. Juli 2019.

Die Aussichtsreiche: Großglockner-Hochalpenstraße

Großglockner: Hier liegt auch im Mai noch Schnee.

Großglockner: Hier liegt auch im Mai noch Schnee.

Die Idee geht auf die 1920er-Jahre zurück. Die Großglockner-Hochalpenstraße war von Beginn an als Aussichtsstraße konzipiert, um den Tourismus ankurbeln. Man kann sagen, das ist gelungen, denn Hunderttausende Besucher aus aller Welt kommen jedes Jahr zu Österreichs höchstem Berg. Und das aus gutem Grund: Die vielleicht berühmteste Passstraße bietet wahrhaft sensationelle Ausblicke auf zahlreiche Dreitausender und Fahrspaß pur. Jeder, vom Trabbi- und VW-Käfer- bis zum PS-starken Sportwagen- und Mercedes-Cabrio-Fahrer will sagen können, dass er mit seinem Fahrzeug schon über diesen Pass gefahren ist. Das macht die Hochalpenstraße auch zu einem Freilichtmuseum. Heute kommt man sogar abgasfrei durch den Naturpark: Elektroauto-Besitzer erhalten einen vergünstigen Mauttarif und finden entlang der Strecke drei Ladestationen mit kostenlosem Strom. Das Highlight für E-Mobilfahrer ist Österreichs höchstgelegene Elektro-Tankstelle auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Geöffnet: Anfang Mai bis Anfang November (Achtung: Nachtsperre)
Länge: circa 50 Kilometer
Tageskarte Pkw: 36,50 Euro
Tageskarte Motorrad: 26,50 Euro

Tipp für Biker: An den Kassenstellen Heiligenblut und Fusch/Ferleiten sowie auf der Edelweißspitze und auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe befinden sich Bikers Points mit Info-Tafeln zu Motorradrouten rund um den Glockner, Tipps und Sicherheitshinweisen.

Die Sanfte: die Gerlos Alpenstrasse

Imposant: Die Krimmler Ache stürzt donnernd 380 Meter in die Tiefe.

Imposant: Die Krimmler Ache stürzt donnernd 380 Meter in die Tiefe.

Eigentlich dauert die Fahrt von Mittersill in Salzburg nach Zell am Ziller in Tirol nur etwa eine gute Stunde. Doch du solltest dir mehr Zeit nehmen, denn auf den zwölf Kilometern der Gerlos Alpenstraße zwischen Krimml und Gerlos gibt es einiges zu sehen und zu erleben. Fünf Brücken, sechs Hangbrücken, sieben Durchlässe und ein Tunnel mussten errichtet werden, um den Gerlospass für den Autoverkehr zu erschließen. Neun Kehren führen mit sanfter Steigung von maximal neun Prozent zur Passhöhe bei 1.628 Metern. Hier erwartet dich ein seltenes Hochmoor. Die schönste Zeit, um die Alpenstraße zu erleben, sind die Monate Mai bis Ende Oktober. Von jedem Parkplatz der Alpenstraße aus kannst du die spektakulären Wasserfälle sehen: Die Krimmler Ache stürzt donnernd 380 Meter in die Tiefe – vom Ausgang des Krimmler Achentales über eine Steilstufe hinab ins Salzachtal.

Geöffnet: ganzjährig
Länge: 12 Kilometer
Tageskarte Pkw: 9,50 Euro
Tageskarte Motorrad: 6,50 Euro

Tipp: Das Vorzugs-Tourenticket beinhaltet je ein Tagesticket Großglockner, Gerlos- und Nockalmstraße und berechtigt zum Bezug einer preisreduzierten Karte zum Preis von EUR 8,50 (anstatt 11,50) für die Villacher Alpenstraße. Erhältlich zum Preis von EUR 37,50 an den Kassenstellen der einzelnen Straßen und im Vorverkauf zum Preis von EUR 33,50 bei den ÖAMTC-, ARBÖ- und ADAC-Geschäftsstellen.