Richtig bewerben – so funktioniert’s

Acht Tipps vom Wüstenrot Recruiting-Profi für die erfolgreiche Bewerbung.

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Tipp 1 : Der erste Eindruck zählt

Das Wort Bewerbung hat das Wort „Werbung“ in sich. In Werbung aber steckt immer viel Arbeit, damit sie wirklich gut wird. Genau das will ein Recruiting-Profi wie Evelyn Breitenbaumer von Wüstenrot sehen, „dass sich die Bewerber Arbeit gemacht haben und dadurch ihr Engagement zeigen.“

Tipp 2: Persönliche Ansprache

„Eine gute Bewerbung spricht das Unternehmen an und zeigt etwas von der Person, die daran gearbeitet hat“, meint Evelyn Breitenbaumer. Mit der Bewerbung stellt man sich dem Unternehmen vor, deshalb sollte es selbstverständlich sein, dass man auf das Unternehmen eingeht und beschreibt, warum man sich für eine Stelle in diesem Unternehmen interessiert. Dazu muss man zum einen selber wissen, was man will. Zum anderen muss man aber auch das Unternehmen kennen und sich auf die Stelle bewerben, die das Unternehmen auch wirklich sucht.

Tipp 3: Mit Vollständigkeit punkten

Auf die Bewerbungsunterlagen sollte man besonderes Augenmerk legen, denn diese sollten vollständig sein. Enthalten sein müssen ein aussagefähiges Motivationsschreiben, in dem man dem Unternehmen beschreibt, warum man so motiviert und für die Stelle geeignet ist. Dieses ist gleichzeitig das Anschreiben, in dem man auf einer Seite seine drei bis fünf wichtigsten Eigenschaften benennt, die für den ausgeschriebenen Job wichtig sein könnten. Dabei sollte es sich um für die Stelle relevante Eigenschaften handeln. „Das zweite ist der Lebenslauf“, sagt Evelyn Breitenbaumer. „Kurz, bündig, tabellarisch, möglichst lückenlos und falls doch, bitte erklären.“ Wichtig ist zudem ein Lichtbild, das professionell und neutral gehalten sein sollte. Und natürlich dürfen die Zeugnisse und Arbeitszeugnisse in der Bewerbungsmappe nicht fehlen. „Und was ich besonders interessant finde, weil es nämlich nicht viele Leute machen“, so Breitenbaumer, „sind Referenzen.“ Mit einer freiwillig verfassten Empfehlung eines bisherigen Arbeitgebers kann man punkten.

Tipp 4: Die Motivation macht’s

Auf das Motivationsschreiben sollte man als Bewerber besonderes Augenmerk legen und viel Zeit investieren. Denn darin steht nicht nur, auf welche Stelle man sich bewirbt, sondern auch etwas über sich selbst. „Kurz und bündig schreiben – es sollte ja nicht mehr als eine Seite sein – was kann ich besonders gut“, sieht Breitenbaumer als besonders wichtig an. Doch hier sollten keine Basis-Eigenschaften wie Teamfähigkeit oder Pünktlichkeit zu finden sein, sondern Eigenschaften, die einen für die ausgeschriebene Stelle empfehlen.

Tipp 5: Wichtig ist das Wesentliche

„Sie müssen einfach nur bedenken, dass wir uns bei Bewerbungsunterlagen nicht so viel Zeit nehmen können, wie wir manchmal wollen“, erklärt Breitenbaumer. Wichtig bei einer Bewerbungsmappe ist es deshalb, auf das Wesentliche zu achten und Unnötiges nicht mit beizulegen. „Das ist ein bisserl eine Gradwanderung, aber schauen Sie, dass es nicht zu viele Dateien werden“, empfiehlt die Personalerin.

Tipp 6: Das Telefonat ist das erste Kennenlernen

„Das Telefonat ist das erste Bewerbungsgespräch“, sagt Breitenbaumer. Hier geht es nicht nur um die Terminvereinbarung, sondern auch um ein erstes Kennenlernen. Immer fragt der Recruiter dabei, ob es einem gerade passt. Und auf diese Frage kann man auch gerne mal mit „gerne in einer halben Stunde“ antworten, um sich auf das Gespräch nochmals intensiv vorzubereiten. Sie sollten wissen, mit wem Sie sprechen und um welche Stellenausschreibung es sich handelt, wenn das erste Gespräch am Telefon geführt wird.

Tipp 7: Kluge Fragen stellen

Kommt es zum Bewerbungsgespräch, sollte man sich im Vorfeld gut informieren: „Wie bei einer Prüfung muss man sich auf die Firma, auf die Stelle vorbereiten, man muss einfach wissen, worum es sich handelt“, sagt Breitenbaumer. Dann lassen sich auch kluge Fragen stellen, etwa wie die Weiterentwicklung im Unternehmen oder die Einarbeitung aussehen könnte.

Tipp 8: Gute Vorbereitung ist alles

Zusätzlich kann man Bewerbungsgespräche trainieren, um sicherer aufzutreten. Denn einige Fragen werden immer gestellt, etwa die Vorstellung der eigenen Person. „Und allein diesen Part einmal zu üben und vorzubereiten, gibt Sicherheit“, sagt Breitenbaumer. Anderes lässt sich nicht so gut vorbereiten, sagt aber viel über den Bewerber aus. Die kleinen schriftlichen oder mündlichen Prüfungen, die Evelyn Breitenbaumer in Bewerbungsgespräche einbaut, müssen allerdings nicht richtig gelöst werden. Sie zeigen dem Recruiter vielmehr, wie der Bewerber unter Druck mit etwas Unerwartetem umgeht.

Fazit

„Grundsätzlich sind Bewerbungsgespräche immer nette Gespräche, denn es ist unsere Aufgabe als Recruiter auch ein gutes Gesprächsklima herzustellen“, resümiert Breitenbaumer. „Denn dann erfahren wir viel mehr über den Kandidaten, als wenn er nur unter Druck und nervös ist.“ Mit der passenden Vorbereitung sollte also nichts mehr schief gehen.