10 skurrile Wertanlagen – und was du wissen musst

Schön, wenn das Hobby auch ein Rendite-Bringer ist. Als Sammler reich zu werden, ist aber nur wenigen Kennern oder Glücklichen vorbehalten. Beim soliden Vermögensaufbau gilt es umsichtig zu handeln.

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Wer träumt nicht vom leicht verdienten Geld? Von der einen wertvollen Briefmarke in der geerbten Sammlung des Großvaters? Von der einen klugen Investition zur richtigen Zeit? Gut gemeinte Ratschläge gibt es deshalb gerade in der Niedrigzinsphase viele: Investiere in diese oder jene Aktie, kaufe Gold, Bitcoin oder Weine! Doch gerade in Finanzfragen gilt: „Investieren Sie grundsätzlich in keine Aktien, die Sie nicht verstehen.“ Dieser Leitspruch des weltbekannten Investors Warren Buffett lässt sich auch auf jede andere Anlageform anwenden.

Wer mittel- bis langfristig Vermögen aufbauen will, sollte eine Vorsorgelösung wählen, die Sicherheit mit Ertragsmöglichkeiten kombiniert. FlexibleLife von Wüstenrot beispielsweise passt sich den persönlichen Wünschen, Bedürfnisse und Lebenslagen an. Erst wenn du die Grundlage für deinen Vermögensaufbau geschaffen hast, spricht nichts dagegen, überschüssiges Geld zusammen mit all deiner Leidenschaft in eins der folgenden Hobbys oder Dinge zu investieren. Wenn du dabei Gewinn machst, verbuche es als willkommene Zusatzrendite.

1. Koi-Karpfen

Keiner von ihnen sieht gleich aus, sie können bis zu 100 Jahre alt werden und gelten als die Könige der Zierfische: Koi-Karpfen. Die beliebtesten und teuersten können in Europa fünfstellige Preise erzielen. In Japan geben Sammler sogar bis zu einer Millionen Euro aus. Doch wer in Kois investiert, muss sich auch mit ihnen gut auskennen. Und viel Zeit mitbringen. Denn wer einen kleinen Koi kauft, kann mit etwas guter Pflege und der passenden Pflege auch gute Preise für einen erwachsenen Fisch erzielen.

2. Legosteine

Sammler von Spielzeug wissen es längst: Manch ein Dachbodenfund kann viel Geld wert sein. Vor allem Markenprodukte können dabei einen hohen Wertanstieg verzeichnen. Steiff-Tiere und andere Plüsch-Markenprodukte haben allerdings den Nachteil, dass sie schnell abgegriffen sind und damit an Wert verlieren. Anders Lego-Bausteine: Sie sind beinahe unverwüstlich und können – wenn sie original verpackt sind – bis zu 400 Prozent an Wert zulegen. Spezielle Internet-Plattformen zeigen, wie viel vollständige Lego-Produkte vergangener Zeiten, die nicht mehr auf dem Markt erhältlich sind, derzeit an Erlösen erzielen können.

3. Teddys

So gut erhalten wie Legosteine bleiben Teddybären nicht. Und doch gibt es für sie eine große Sammlergemeinde, die Höchstpreise für Teddys aus den 1920ern von Steiff zahlen. Wie sich der Wert eines Bärs einschätzen lässt, darüber berichtet die Zeitschrift „Bär-Report“ regelmäßig. Im Jahr 2002 wurde für den Steiff-Bären Happy eine stolze Summe von 157.000 Euro bezahlt. Um solche Traumpreise zu erzielen darf der Bär aber nicht abgeschmust oder schmuddelig sein.

4. Comics

In den 1930er Jahren zahlte man für einen Comic noch zehn Cent, heute sind manche dieser Erstausgaben beinahe eine Millonen US-Dollar wert. Je seltener die Erstausgaben, desto höher der Preis unter Sammlern. Denn: Rares bringt Bares. Doch nur in den USA erzielt man damit Höchstpreise. Deutschsprachige Ausgaben sind eher weniger gefragt. Und auch hier gilt wie bei den Spielwaren: Nur gut erhaltene Exemplare, wenn möglich versiegelt, haben eine hohe Wertsteigerung. In den USA bewerten Sammler deshalb die Comics in Stufen zwischen mint (druckfrisch) und poor (schlimmer Zustand).

5. Tee

Am 4. November 2017 feierte das Österreichische Teeinstitut den 19. Tag des Tees. Nicht nur den Österreichern schmeckt das aus der Teepflanze hergestellte Getränk. Insbesondere der Chinatee ist beliebt und sehr wertvoll noch dazu. Er wird in Platten gepresst und reift 100 Jahre lang. Dann kann er bis zu 10.000 US-Dollar beim Verkauf erzielen. Doch wer ihn nicht selbst presst, kann ihn nur schwer erstehen. Und 100 Jahre Zeit haben die wenigsten Anleger.

6. Handtaschen

Frauen wissen es längst: Eine gute Handtasche ist mit Gold kaum aufzuwiegen. Insbesondere für Designermodelle kann das wortwörtlich genommen werden. Hermés-Taschen aus zweiter Hand erreichten beispielsweise 2015 bei Christie’s Versteigerungssummen von bis zu beinahe 300.000 US-Dollar. Eine teure Handtasche ist also nicht nur edel, sie kann auch eine gute Geldanlage darstellen. Nur benutzen sollte sie man dann nicht.

7. Gefängnisse

So verrückt es sich anhört, aber mit einer Investition in den Knast lässt sich Geld machen. Die US-amerikanische Firma Correction Corporation aus Nashville in Tennessee beispielsweise betreibt und leitet Gefängnisse. Und macht damit so gute Verdienste, dass ihr Aktienwert sich 2006 beinahe verdoppelte und manch einem Anleger gute Renditen bescherte. Inzwischen laufen die Geschäfte mit den Strafgefangenen aber nicht mehr so gut, die Aktie durchlebte in den letzten beiden Jahren eine einzige Talfahrt. Da heißt es dann: Wie gewonnen, so zerronnen.

8. Spirituosen

Man kennt es aus Filmen: Ein guter alter Wein oder Cognac kann sehr wertvoll sein. Auch Whisky ist als eine gute Wertanlage zu sehen, vorausgesetzt man lagert den richtigen ein. Whisky sollte lange gelagert und aus einer kleinen Destilliere stammen, dann kann (muss aber nicht) sein Wert sich schnell steigern. Die Whisky-Preise haben sich in den letzten Jahren verdoppelt und außergewöhnliche Abfüllungen in kleinen Chargen sind rar. Etwas anders sieht es beim Wein aus. Hier entscheidet die Qualität nach der Parker-Liste, eine gute und lange Lagerung sowie das Jahr der Weinkelterung. Es gibt gute und schlechte Jahre. Und es gibt laut dem US-amerikanischen Wein-„Papst“ Robert Parker außerordentliche Weine wie den ersten mit 100 Punkten prämierte „1995 Nikolaihof Vinothek Riesling“ aus der Wachau. Der bisher teuerste Wein war eine Flasche 1787 Lafite-Rothschild, der im Jahr 1985 für 207.000 US-Dollar versteigert wurde. Ein Macallan Single Malt Whisky von 1926 erzielte einmal 54.000 US-Dollar.

9. Versteinerungen

Geht man in die Steinbrüche des Jura (Bayern), könnte man meinen, dass Goldgräber unterwegs sind. Sie suchen nach Versteinerungen, aber nur wenige haben das seltene Glück, ein Dinoskelett zu finden. Dabei sind diese Versteinerungen die wertvollsten und werden sogar von den großen Auktionshäusern gehandelt. Ein Flugsaurier bringt da schon mal einen sechsstelligen Millionenbetrag. Die meisten gut erhaltenen, großen Dinoskelette findet man allerdings nicht in Europa, sondern in den USA. Und in vielen Ländern kann man zwar suchen, was man aber findet, gehört nicht dem Landbesitzer, sondern dem Staat. Hinzu kommt, dass immer mehr gefälschte Knochen auf dem Markt sind, sodass eine Anlage in diese eher riskant ist. Und viele „normale“ Fossilien gibt es so häufig, dass sie wenig wert sind.

10. Schreibgeräte

Auf dem Flohmarkt findet man sie noch immer: Alte Druckbleistifte oder Füllfederhalter. Sie sind bei Sammlern hochbegehrt, vor allem wenn sie von namhaften Herstellern stammen oder selten hergestellt wurden. Ein Füller von Montblanc beispielsweise kann nach einigen Jahren um einiges wertvoller als bei der Anschaffung sein. Dafür muss er aber auch original verpackt bleiben. Aber auch Druckstifte mit Bleimienen können wertvoll sein. Um hier aber Renditen zu erwirtschaften, muss man sich mit der Materie gut auskennen.

TIPPS ZUR GELDANLAGE

1. Nur wer weiß, in was er investiert, kann auch eine Rendite erwarten. Insbesondere bei Sammlerstücken sollte man sich gut auskennen, um keine falschen Investitionen zu tätigen.

2. Nur in das investieren, was einen selber interessiert. Was Spaß macht, beachtet man mehr und kann sich besser in den späteren Käufer hinein versetzen.

3. Und am Wichtigsten: Bei hochriskanten Geldanlagen nur Summen investieren, die man entbehren kann. Niemals aber Geld ausgeben, das man später oder gerade eben dringend benötigt.