DIY mit Beton:
So gießt du deine Blumentöpfe selbst

Mit einfachen Werkzeugen und etwas Kreativität bastelst du dir ganz einfach Blumentöpfe aus Beton. Die Einzelstücke sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch besonders stabil.

Ob rund oder eckig: Blumentöpfe aus Beton kannst du in verschiedensten Formen anfertigen.

Ob rund oder eckig: Blumentöpfe aus Beton kannst du in verschiedensten Formen anfertigen.

Mit Blumentöpfen verhält es sich wie mit Gläsern und Tassen: Irgendwie entsteht nach vielen Jahren meist eine kunterbunte Sammlung, die nicht so recht zueinander passt. Also ab in den Müll damit, ganz nach Marie Kondos Philosophie „Gib weg, was dich nicht macht“? Nicht ganz: Funktioniere die Übertöpfe, deren Form du magst, doch zu Gießformen für Betonblumentöpfe um. So kannst du deinen Pflanzen ganz einfach – und kostengünstig – einen neuen Look verpassen. Wichtig ist dabei nur, dass die Innenseite komplett glatt ist, da der Beton sonst später hängen bleibt. Bedenke dabei, dass die Töpfe dadurch etwas kleiner werden und Pflanzen dann vielleicht nicht mehr in ihre alte, neue Form passen.

Für Betonblumentöpfe brauchst du:

  • Zement oder Beton
  • Rührstab
  • Äußere Form, zum Beispiel einen alten Blumenübertopf
  • Eine etwas kleinere innere Form wie einen Blumentopf mit abgeklebten Löchern
  • Acryl- oder Abtönfarbe
  • Gummihammer
  • Grobes und feines Schleifpapier
  • Arbeitshandschuhe
  • Atemschutz
  • Optional: Speiseöl

Der Unterschied zwischen Zement und Beton liegt in der Mischung. Zement ist nach dem Trocknen glatt und lässt sich sehr gut schleifen. Wer lieber eine gröbere Struktur mag, vermischt den Zement mit Sand und Kies und erhält so Beton. Für kleine Projekte lohnt sich Kreativbeton. Der ist zwar im Verhältnis teurer, dafür bekommst du diesen auch in kleinen Portionen statt im 10-Kilo-Sack.

Formen aussuchen

Für deine Blumentöpfe aus Beton brauchst du immer zwei Formen: Eine äußere und eine innere. Den Zwischenraum zwischen beiden füllst du später mit Beton. Je nachdem, wieviel Platz zwischen den beiden Formen bleibt, wird der Rand dicker oder dünner. Beide Formen sollten sauber und ohne Knicke oder Ecken sein, da du den Beton sonst nicht oder nur schwer von den Formen befreien kannst. Die innere Form sollte möglichst flexibel sein, während die äußere ruhig härter sein darf. Beispielsweise kannst du (mit Sand gefüllte) Joghurtbecher als innere Form verwenden. Tipp: Wenn du die beiden Behälter mit etwas Speiseöl einreibst, lässt sich der Beton später einfacher aus den Formen lösen.

Zement oder Beton anrühren

In viele DIY-Anleitungen wird der Zement oder Beton in einem eigenen Eimer angerührt und später in andere Formen gegossen. Du kannst aber auch das Gefäß, in dem du die Masse anrührst, als Form verwenden. Wichtig ist, dass die Mischung schön flüssig ist und sich gut gießen lässt. Dazu musst du wahrscheinlich mehr Wasser verwenden als auf der Packung angegeben. Wichtig sind, bevor es losgeht, Arbeitshandschuhe und ein Atemschutz, da Beton beim Einrühren staubt. Starte am besten mit der empfohlenen Menge und gebe dann nach und nach etwas Wasser dazu, bis der Beton oder Zement die Konsistenz von Babybrei hat. Mit ein paar Arbeitshandschuhen vermeidest du nerviges Händeschrubben im Anschluss.

Färben und Gießen

An die Farbe denkst du am besten schon während des Gießens. Dadurch musst du dir später keine Gedanken um abgeblätterte Farbe oder abgeschlagene Ecken machen. Dazu gibst du beim Anrühren einfach etwas Abtön- oder Acrylfarbe in die Mischung. Da Beton und Zement aber grau sind, wird das Ergebnis etwas dunkler als die eigentliche Farbe. Eine tolle Alternative zur Komplettfärbung sind einzelne Farbakzente: Gib nach dem Gießen einfach etwas Farbe an den Rand des Topfes und rühre vorsichtig einmal um.

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Betonblumentöpfe selber machen: Im Video von Wendys Wohnzimmer kannst du jeden Schritt verfolgen.

Bevor du loslegst, stellst du den Topf auf eine Unterlage wie einen alten Karton oder Zeitung. Fülle die Form, je nachdem wie viel Platz ist, zuerst nur zu etwa einem Viertel mit Beton. Danach setzt du die innere Form vorsichtig in den Beton. Achte darauf, dass du den Beton am Boden nicht komplett wegdrückst, da der Topf sonst ein Loch hat. Eventuell musst du das innere Gefäß beschweren. Mit etwas Schütteln und Klopfen vermeidest du Lufteinschlüsse. Da der Beton flüssiger angerührt wurde als laut Hersteller angegeben, dauert auch die Trocknung länger – vier bis fünf Tage solltest du deinem Kunstwerk Ruhe gönnen.

Lösen und schleifen

Ist der Betonblumentopf trocken, ziehst du die innere flexible Form einfach heraus. Deutlich hartnäckiger ist das Lösen des Blumentopfes aus der äußeren Form. Dazu drehst du den Topf schräg mit der Öffnung nach unten auf ein Handtuch. Jetzt klopfst du mit einem Gummihammer sanft erst über den oberen Rand und anschließend die Seiten ab, bis der Topf aus seiner Form rutscht. Wer keinen Gumihammer hat, legt einfach ein Tuch zwischen Eimer und Hammer. Im letzten Schritt schleifst du den Blumentopf erst mit grobem und dann mit feinem Schleifpapier glatt.

Für drinnen und draußen: Dank des Materials sind Betonblumentöpfe flexibel einsetzbar.

Für drinnen und draußen: Dank des Materials sind Betonblumentöpfe flexibel einsetzbar.